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Der Hamburger Hafen: Ökonomie und Ökologie müssen keine Gegensätze sein

Seit vielen Jahrhunderten ist der Hafen für Hamburg ein ganz wesentlicher Teil der Identität. Das soll so bleiben, die Hansestadt ist ohne Schiffe und Ladekräne nicht denkbar. 

Jedoch setzt der Hafen seit einigen Jahrzehnten vor allem auf ein Geschäftsmodell: den Containerverkehr. Dieses Segment hat in den vergangenen zwanzig Jahren eine rasante Entwicklung erfahren. So hat sich die Ladekapazität der Containerriesen mehr als verdreifacht. Für diese bieten die europäischen Konkurrenten des Hamburger Hafens (z. B. Rotterdam und Antwerpen) breite, zweispurige „Zufahrtsstraßen“, nur wenige Kilometer lang. Hamburg hingegen „lockt“ mit einer 145 Kilometer langen Zufahrt als „Einbahnstraße“ mit nur einer Ausweichbucht. Und diese „Einbahnstraße“ muss jedes Jahr für mehr als 100 Miillionen Euro ausgebaggert werden! Kein Wunder, dass die Containerzahlen seit 15 Jahren praktisch stagnieren - bei weltweit steigendem Containerumsatz. Wo sind da die Zukunftsperspektiven ?

Die Hafenwirtschaft und -politik zeigen erste Reaktionen. Die Erweiterungsfläche in Altenwerder ist offensichtlich auf Eis gelegt. Arbeitsplätze beim Containerumschlag werden reduziert, die HHLA will einige hundert Stellen durch Maschinen ersetzen.

Ist es nicht Zeit, sich von der Be- und Entlademonokultur zu verabschieden? Setzen wir auf eine zukunftsträchtigere Ökonomie des Hamburger Hafens bei gleichzeitigen ökologischen Vorteilen und Einsparung von Baggerkosten für die öffentliche Hand. Das bedeutet für alle Seiten:

Win - Win - Win

Die Politik deutet erste Überlegungen an mit dem Aufbau von Wasserstofftechnologie im Moorburger Teil des Hafens. Die Wissenschaft, insbesondere das Hamburger Weltwirtschaftsinstitut (HWWI), empfiehlt die Ansiedlung neuer Wirtschaftszweige. Höhere Wertschöpfung, Produktivität und Beschäftigung rücken so in greifbare Nähe, alle würden gewinnen. Und der Finanzsenator könnte sich auch freuen.

Hamburg – ein grüner Hafen. Worauf warten wir?