Die Elbe und wir. Das ist eine Koexistenz, die nicht nur aus Problemen, Defiziten und Korrekturbedarf besteht. Es gibt auch viele schöne und interessante Dinge, welche die Elbe und uns verbinden. Die besonderen Naturerlebnisse, kulturelle Veranstaltungen und interessante Sehenswürdigkeiten oder auch spirituelle Betrachtungen über einen großen Strom - für all das soll hier der Platz geschaffen werden. Zum Beispiel so:

 

Mein Name ist Britta.

Ich lebe seit 16 Jahren in Jork im Alten Land. Damals war es Liebe auf den ersten Blick. Aufgewachsen bin ich in den Vier- und Marschlanden in Hamburg. Damals wie heute bin ich vertraut mit den Deichen an der Elbe. Sie säumen den Strom, der wie ein Lebensfluss fließt: mal ruhig und glatt, mal rauh und ungestüm. Malerisch ist der Blick bei strahlendem Sonnenschein und tiefblauem Himmel vom Deich auf das Wasser. 

Sturm ist erst, wenn Schafe keine Locken mehr haben.

Schafe sind nicht nur hübsch anzuschauen, sie befestigen mit ihren Hufen und ihrem Getrampel den Deich. Wühlmäuse, Maulwürfe und Nutrias durchlöchern mit ihren Gängen den Deich, der dadurch instabil und durchlässig für Wasser wird. Ungestört fressen Schafe die jungen Triebe der Büsche und Bäume und halten das Gras kurz. Dadurch wachsen die Halme dick und fest, und die Grasnarbe wird dicht.

Schafe beherbergen aber auch Insekten und Pflanzensamen, die sie wie kleine Postboten auf dem Deich verteilen und so zur Artenvielfalt beitragen.

Der Elbdeich lockt so viele Menschen an. 

Wer schon mal an einem Wochenende den Weg ins Alte Land gefunden hat, weiß, wie viele Menschen am Deich spazieren gehen. Viele mit ihren Hunden. Um auch weiterhin die erholsame Zeit auf dem Deich an der Elbe genießen zu können , benötigt es ein schützendes Bewusstsein für den Deich. Hundekot ist eine infektiöse Gefahrenquelle für Schafe. Hunde sind angeleint mitzuführen, damit die Schafe auch weiterhin in Ruhe ihrer Aufgabe nachgehen können: Den Deich schützen.

Die Elbe hat viele Gesichter. Sie ist mein Zuhause.